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Aktuelle Forschungsprojekte

Die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie engagiert sich in der Forschung zum Thema Resilienz. Aktuell erheben wir Belastungen und Ressourcen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen sowohl quantitativ (per Online-Survey) als auch qualitativ (per Interviews) und sind in diesem Rahmen in zwei Kooperationsverbünde eingebunden.

Titel:
Subjektive Resilienz in der Krise bei Mitarbeiter*innen in ärztlichem Dienst, Pflege und Seelsorge – persönliche Bedeutsamkeit, Veränderung und Sinn. Eine prospektive Mixed-Methods-Untersuchung während der Covid-19-Pandemie

Studiendesign:
longitudinales Mixed-Methods Design (Online-Survey/Fragebogenstudie + qualitative Interviews)

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2020 – Ende Mai 2023

Fragestellung:
Ziel der Studie ist die Evaluierung von Belastungs- und Resilienzfaktoren der Beschäftigten im Gesundheitswesen während der Covid-19-Pandemie. Schnelle und zielgerichtete Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Beschäftigten in der direkten Patientenversorgung sollen so abgeleitet werden.

Projektbeschreibung:
Das Gesundheitswesen steht aufgrund der aktuellen Covid-19-Krise vor bisher unbekannten Herausforderungen. Dies umfasst nicht nur die Beschäftigte der Corona-Stationen, sondern auch diejenigen, die die Normalversorgung weiterführen und dabei ebenso mit der Betreuung von Schwerkranken und Sterbenden sowie deren Familien, den Umgang mit einer erhöhten Unsicherheit und Veränderlichkeit von Vorgaben und Maßnahmen und deren Vermittlung an Patient*innen und Angehörige, den Umgang mit Verknappung von wichtigen Ressourcen oder den eigenen Ängsten bezüglich Ansteckung oder der Ansteckungsgefährdung eigener naher Angehöriger etc. konfrontiert sind. Erkenntnisse dazu, wie sich solche bisher unbekannten Belastungen in unserem hochentwickelten Gesundheitssystem auf die Beschäftigte im Gesundheitswesen auswirken und wie sich Resilienz- und Risikofaktoren wechselseitig beeinflussen fehlen bisher.

Ziel:
Teilnehmen können Ärzt*innen, Pfleger*innen, Seelsorger*innen und Medizinstudierende, die über 18 Jahren alt sind und in der direkten Patient*innenversorgung am Universitätsklinikum Bonn tätig.

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung:
Prof. Dr. F. Geiser, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der
Universitätsklinik Bonn

Prof. Dr.med. Lukas Radbruch, Klinik für Palliativmedizin, Universitätsklinikum Bonn

Prof. Dr. Eberhardt Hauschildt, Institut für Praktische Theologie, Universität Bonn

Kooperationspartner*innen:
Andreas Kocks, Stab Pflegedirektion, Universitätsklinikum Bonn

Prof. Dr. Cornelia Richter, Institut für Systematische Theologie, Universität Bonn

Prof. Dr. Nicole Ernstmann, Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Bonn

Prof. Dr. Constantin Klein, Klinik für Palliativmedizin/Professur für Spiritual Care, LMU München

Kontakt:
Dr. Nina Hiebel, Diplom-Psychologin
DFG-FOR 2686 "Resilienz in Religion und Spiritualität"/ TP5
Venusberg-Campus 1
(ehemals Sigmund-Freud-Str. 25)
Gebäude 02, Raum OG1/08
53127 Bonn
nina.hiebel@ukbonn.de
228 287-11460
Forschungsgruppe "Resilienz in Religion und Spiritualität"

Drittmittelförderung: Klinikmittel


Titel:
VOICE: Online Survey zu Belastungen und psychischen Ressourcen des medizinischen Personals während der COVID-19-Pandemie

Studiendesign:
Prospektive longitudinale Online-Befragung

Projektstart und voraussichtliches Ende:
2020 – Ende offen; T1 April bis Juli 2020 mit bundesweit über 8000 Teilnehmer*innen, T2 November bis Januar 2020/21 mit über 7000 Teilnehmern, T3 startet ab Mai 2021 bis voraussichtlich Juli 2021

Fragestellung:
Eine möglichst flächendeckende Online-Befragung zu Belastungen und Ressourcen der Beschäftigten in den Gesundheitsberufen ermöglicht es, zielgerichtete Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Beschäftigten anbieten zu können.

Projektbeschreibung:
Die standardisierte Online-Befragung der VOICE-Studie ist ein Verbundprojekt der Psychosomatischen Universitätskliniken Erlangen, Bonn, Ulm, Dresden und Köln. Ziel der Studie ist es, spezifische Belastungen und Ängste im Rahmen der COVID-19-Krise (z.B. Angst, sich zu infizieren, Belastung durch veränderte Aufgaben...) wie auch Quellen der persönlichen Resilienz im strukturellen, sozialen und spirituellen Bereich zu identifizieren und ggf. resultierende Stresssymptome wie Schlafstörungen, aber auch Hinweise auf Traumatisierung, Depression, Angsterkrankungen und deren Ausprägung zu erfassen. Gleichzeitig sollen Arbeitsbedingungen sowie Aspekte zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Ressourcen erfragt werden. Anhand der Daten sollen mögliche Zusammenhänge zwischen Belastungen/Ressourcen und mentaler Gesundheit/Lebensqualität sowie mögliche Unterschiede zwischen Geschlechtern/Fachgebieten/Settings identifiziert werden. Auch wollen wir typische Verläufe von Bewältigungsprozessen untersuchen.

Zielgruppe:
Teilnehmen können Personen über 18 Jahren, die in der direkten Patient*innenversorgung tätig sind und/oder in Kontakt zu mit SARS-CoV-2 kontaminierten Material kommen.Das Projekt egePan Unimed (http://egepan.de/) des Nationalen Forschungsnetzwerks der Universitätsmedizin zu Covid-19, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gegründet wurde, empfiehlt die Teilnahme an dieser Studie.

An der Befragung kann derzeit über den folgenden Link teilgenommen werden:

https://ww3.unipark.de/uc/geiser_Universit__tsklinikum_Bon/73c9/

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
Prof. Dr. F. Geiser, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der
Universitätsklinik Bonn und Prof. Dr.med. Lukas Radbruch, Klinik für Palliativmedizin, Universitätsklinikum Bonn

Projektleitung Erlangen und Forschungsgruppenleitung:
Prof. Dr. med. Yesim Erim (Sprecherin) und Dr.rer.medic. Dipl. Psych. Dipl. Theol. Eva Morawa, Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung, Universitätsklinikum Erlangen

Projektleitung Ulm:
PD Dr. med. Petra Beschoner und PD Dr. bio.hum. Lucia Jerg-Bretzke, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

 

Kooperationspartner*innen:

  • Prof. Dr. Christian Albus, Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Köln
  • Prof. Dr. Kerstin Weidner, Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Göttingen
  • Prof. Dr. Hans Drexler, Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Betriebsärztliche Dienststelle, Univ. Erlangen-Nürnberg,
  • Prof. Eberhard Hauschildt, Institut für Praktische Theologie, Universität Bonn
  • Prof. Dr. Thomas Kühlein, Allgemeinmedizinisches Institut, Universitätsklinikum Erlangen Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz
  • Prof. Dr. Christian Maihöfner, Neurologische Klinik, Klinikum Fürth
  • Dr. Irmgard Pfaffinger, Berufsverband der Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie e.V. Prof. Dr. Ceren Acartürk, Koc University Istanbul, Türkei

 

Kontakt:
Dr. Nina Hiebel, Diplom-Psychologin
DFG-FOR 2686 "Resilienz in Religion und Spiritualität"/ TP5
Venusberg-Campus 1
(ehemals Sigmund-Freud-Str. 25)
Gebäude 02, Raum OG1/08
53127 Bonn
nina.hiebel@ukbonn.de
0228 287-11460
Forschungsgruppe "Resilienz in Religion und Spiritualität"

Drittmittelförderung: Das Teilprojekt Personalressourcenmanagement (egePan AP3.1) wird als eines von insgesamt 13 bundesweiten Verbundprojekten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des nationalen Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) finanziell unterstützt. Weitere Informationen erhalten Sie hier: www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/netzwerkpartner


Titel:
Social Phobia Research – Forschung zur Sozialen Phobie

Studiendesign:
Multizentrische, prospektive Fallkontrollstudie

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2012 – Ende offen

Fragestellung:
Das Ziel von Social Phobia Research liegt in der Aufklärung der genetischen Ursachen sozialer Ängste und insbesondere des Krankheitsbilds der Sozialen Phobie, sowie der Interaktion dieser biologischen Voraussetzungen mit individuellen Entwicklungsbedingungen.

Projektbeschreibung:
Zur Untersuchung der genetischen und psychosozialen Ursachen der Sozialen Phobie werden die Studienteilnehmer zu ihren Symptomen und ihrer Symptomgeschichte befragt. Zudem wird eine Blutprobe entnommen und diese, im Gruppenvergleich mit Teilnehmern ohne soziale Ängste, auf genetische Risikovarianten untersucht. Im Rahmen des Projekts sollen genomweite Assoziationsstudien (GWAS) durchgeführt werden, eine moderne molekulargenetische Untersuchungsmethode, die bislang noch nicht bei der Ursachenforschung der Sozialen Phobie eingesetzt wurde. Die Forschung trägt zum besseren Verständnis des Krankheitsbilds bei und könnte längerfristig zur Entwicklung neuer Behandlungsformen führen.

Zielgruppe:
Teilnehmen können Personen ab 18 Jahren mit einer bereits diagnostizierten Sozialen Phobie. Auch Personen, die vermuten, an der Sozialen Phobie zu leiden. Eine Teilnahme ist sowohl vor Ort in Bonn als auch telefonisch möglich. Bei einer telefonischen Teilnahme kann die Blutprobe beim Hausarzt entnommen werden und uns postalisch zugesendet werden.

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
PD Dr. Rupert Conrad, MBA Oberarzt und Forschungsleiter der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Bonn

Projektleitung Marburg:
Prof. Dr. Johannes Schumacher, Facharzt für Humangenetik und Forschungsleiter Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Marburg

Kontakt:
Social Phobia Research Studiencenter
Friederike Carnehl, M.Sc. Psychologie
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsklinik Bonn
Gebäude 80
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn
socialphobiaresearch@ukbonn.de
0228 287 14605
www.socialphobiaresearch.de

Drittmittelförderung: Else Kröner-Fresenius-Stiftung


Titel:
Familien-Scout- Sektoren- und phasenübergreifende Unterstützung für Familien mit krebskrankem Elternteil

Studiendesign:
Prüfer-initiierte, multizentrische und prospektive Studie nach BOÄ

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2018 – 2021

Fragestellung:
Das Projekt soll Erkenntnisse darüber liefern, welchen Belastungen die betroffenen Familien ausgesetzt sind und ob die Belastung dank einer praktischen Unterstützung bei allen Familienmitgliedern sinkt und somit spätere psychische Erkrankungen verhindert werden können.

Projektbeschreibung:
Ziel des vom Innovationsfonds geförderten Verbundprojektes, an dem die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie die Medizinische Klinik III des Universitätsklinikums Bonn beteiligt sind, ist es, die Lebenssituation von Familien mit einem an Krebs erkrankten Elternteil zu verbessern. Dazu wurde am Krebszentrum der Uniklinik RWTH Aachen am 18. September 2018 im Rahmen eines Kick-off-Meetings zusammen mit den Konsortial- und Kooperationspartnern der Startschuss für das Projekt Familien-Scout gegeben. Das Projekt soll Erkenntnisse darüber liefern, welchen Belastungen die Familien ausgesetzt sind und ob die Belastung dank einer praktischen Unterstützung bei allen Familienmitgliedern sinkt und somit spätere psychische Erkrankungen verhindert werden können.

Zielgruppe:
Familien mit krebserkranktem Elternteil mit mindestens einem minderjährigen Kind.
Stichprobengröße: ca. 140 Familien (davon jeweils ca. 70 pro Kontrollgruppe / Interventionsgruppe).

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
Prof. Dr. F. Geiser, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der
Universitätsklinik Bonn

Projektleitung Aachen:
Prof. Dr. T. Brümmendorf, Universitätsklinik RWTH Aachen

Kontakt:
Dr. rer. nat. Daniel Blei, Studienkoordinator
Auenbrugger Haus (Gebäude 02, Robert-Koch-Straße 130, 53127 Bonn)
Tel.: 0228-287-10154

Drittmittelförderung:
Drittmittelförderung durch Innovationsfond (Gemeinsamer Bundesausschuss)

Anhang:
Pressemitteilung F-Scout

Familienscout gibt es derzeit in Aachen und Bonn. In diesem Film wird gezeigt, wie die Unterstützung für die Familien aussieht.


Titel:
Multizentrische Effectiveness-Studie stationärer psychosomatisch-psychotherapeutischer Behandlung in deutschen Universitätskliniken (MEPP-Studie)

Studiendesign:
Multizentrische, prospektive Kohortenstudie

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2019 – 2021

Fragestellung:
Ziel der Studie ist die Evaluierung der Wirksamkeit (Effectiveness) stationärer psychosomatisch psychotherapeutischer Behandlung in deutschen Universitätskliniken. Behandlungsabläufe können optimiert und angepasst werden um die Symptomlast bestmöglich zu reduzieren und Behandlungskosten zu verkleinern.

Projektbeschreibung:
In dieser multizentrischen Kohorten-Studie soll die Effectiveness der stationären und teilstationären Behandlungen in 22 deutschen Universitätskliniken für Psychosomatik und Psychotherapie an einer großen Stichprobe von ca. 3000 Patienten*innen untersucht werden. Die Untersuchung erfolgt mithilfe von Patienteninterviews (Fragebögen) sowie zusätzliche Biomarker um einen möglichen Zusammenhang zwischen Indikator- Biomarkern und psychischer Belastung aufzudecken und erstmalig den Effekt einer stationären psychosomatischen Behandlung auf diese Marker breit nachzuweisen.

Zielgruppe:
Konsekutiv alle Patienten*innen die innerhalb 1 Jahres zur regulären stationären psychosomatisch-psychotherapeutischen Behandlung kommen.

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
Dr. K. Imbierowicz, ltd. OÄ der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der
Universitätsklinik Bonn

Projektleitung Wien:
Prof. Dr. S. Döring, Klinik für Psychoanalyse und PsychotherapieMedizinische Universität Wien

Projektleitung Münster:
Prof. Dr. Dr. G. Heuft, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie Universitätsklinik Münster

Projektleitung Bochum:
Prof. Dr. S. Herpertz, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie LWL-Universitätsklinikum der Ruhr Universität Bochum

Kontakt:
Gabriele Kirschke, Studienkoordinatorin, Study Nurse
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsklinikum Bonn
Gebäude 80
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn
Gabriele.Kirschke@ukbonn.de

0228 287 14706 o. 015158 233 599

Drittmittelförderung: 


Titel:
DFG- Forschungsgruppe „Resilienz in Religion und Spiritualität“

Studiendesign:
Transdisziplinäres Mixed-Methods-Projekt

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2019 – 2022

Fragestellung:
Der Gewinn des Projektes liegt in dem innovativen Versuch, das reichhaltige Potenzial der einschlägigen Geisteswissenschaften (Theologie, Anthropologie, Phänomenologie) an der Schnittstelle zur klinischen Psychologie, Psychotherapie und Palliativmedizin mit neuen Ansätzen in Hospizarbeit und Spiritual Care in Verbindung zu bringen.

Projektbeschreibung:
Der Begriff der Resilienz bezeichnet die manchen Menschen eigene Fähigkeit bzw. Begabung, schwere Krisensituationen selbst unter schwierigsten individuellen, psychophysiologischen oder sozialen Ausgangsbedingungen zu bewältigen. Unklar ist allerdings, inwiefern die Genese von Resilienz von genetischen bzw. psychophysischen Voraussetzungen und dem vorfindlichen familiär-sozialen Umfeld abhängt, oder Aufgabe von fördernder Pädagogik und Management bzw. Coaching ist.
Die Forschungslage ist bereits breit aufgefächert, aber in den disziplinspezifischen Ansätzen dominiert bisher die gemeinsame Perspektive des Enhancement: Resilienz soll als eine unbedingt wünschenswerte Fähigkeit zur raschen Überwindung krisenhafter Erfahrungen befördert werden, sei es durch pharmakologische, therapeutische, beratende etc. Maßnahmen. An diesem Punkt schließt sich das geplante Projekt an den Diskurs an, wobei sich aus unserem kooperativen geistes- und gesundheitswissentschaftlichen Ansatz eine hermeneutische Perspektive auf Krisenphänomene ergibt, die - ungeachtet der Notwendigkeit therapeutischer Hilfestellung! - Krisenerfahrungen von Ohnmacht, Sorge, Angst, Verzweiflung, Trauer und Verlust nicht sofort pathologisiert, sondern polyvalente Modelle für Analyse und Deutung von Krisen erschließen kann. Das Forschungsziel liegt daher in der Identifizierung und Etablierung von Modi des Aushaltens und Gestaltens von Ohnmachts-, Angst- und Sorgenphänomenen.

Ziel:
Gemeinsames Erarbeiten einer allgemeinen religions- und spiritualitätssensiblen Resilienz-Theorie zur Förderung einer entsprechenden Resilienz-Praxis in Medizin und Therapie, Seelsorge und Spiritual Care.

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
Prof. Dr. F. Geiser, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der
Universitätsklinik Bonn

Forschungsgruppenleitung:
Prof. Dr. C. Richter, Systematische Theologie der Evangelisch – Theologischen Fakultät der Universität Bonn

Kontakt:
Dr. Nina Hiebel, Diplom-Psychologin
M.A. Milena Rabe
DFG-FOR 2686 "Resilienz in Religion und Spiritualität"/ TP5
Venusberg-Campus 1
(ehemals Sigmund-Freud-Str. 25)
Gebäude 02, Raum OG1/08
53127 Bonn
nina.hiebel@ukbonn.de
milena.rabe@ukbonn.de
0228 287-11460 / 11432
Forschungsgruppe "Resilienz in Religion und Spiritualität"

Drittmittelförderung: durch DFG

Anhang:
Pressemitteilung


Titel:
Welche Psychotherapie benötigen junge Erwachsene: Effekte stationärer tiefenpsychologisch orientierter Psychotherapie bei depressiven Störungen von jungen Erwachsenen (STOP-DJE)

Studiendesign:
Naturalistische, multizentrische Beobachtungsstudie (treatment as usual)

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2017 – 2021

Fragestellung:
Ziel ist es, Behandlungsabläufe bei der Versorgung depressiv Erkrankter altersspezifisch zu optimieren um die Symptomlast bestmöglich zu reduzieren und Behandlungskosten zu minimieren.

Projektbeschreibung:
Ein Nachweis zur generellen Wirksamkeit stationärer tiefenpsychologisch basierter Psychotherapie ist hinlänglich erbracht. Derweil sind die Wirksamkeitsstudien im stationären psychosomatischen Krankenhausbereich jedoch weiterhin selten. Deshalb soll nun ein differenzieller Wirksamkeitsnachweis in Abhängigkeit des Alters Betroffener im Rahmen einer naturalistischen Multicenterstudie erfolgen.

Zielgruppe:
Patienten*innen die sich in der stationären Behandlung befinden und die Diagnose einer depressiven Erkrankung/Störung haben im 18. – 24. Lebensjahr.

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
Dr. K. Imbierowicz, ltd. OÄ der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der
Universitätsklinik Bonn

Kontakt:
Gabriele Kirschke, Studienkoordinatorin, Study Nurse
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsklinikum Bonn
Gebäude 80
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn
Gabriele.Kirschke@ukbonn.de

0228 287 14706 o. 015158 233 599

Drittmittelförderung: Klinikmittel


Titel:
Welche Psychotherapie benötigen Männer: Effekte stationärer tiefenpsychologisch orientierter Psychotherapie bei depressiven Störungen von Männern (STOP-DM)

Studiendesign:
Naturalistische, multizentrische Beobachtungsstudie (treatment as usual)

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2017 – 2021, 300 Pat- 30 Pat. in Bonn

Fragestellung:
Ziel ist es, Behandlungsabläufe bei der Versorgung depressiv Erkrankter genderspezifisch zu optimieren um die Symptomlast bestmöglich zu reduzieren und Behandlungskosten zu minimieren.

Projektbeschreibung:
Ein Nachweis zur generellen Wirksamkeit stationärer tiefenpsychologisch basierter Psychotherapie ist hinlänglich erbracht. Derweil sind die Wirksamkeitsstudien im stationären psychosomatischen Krankenhausbereich jedoch weiterhin selten. Deshalb soll nun ein differenzieller Wirksamkeitsnachweis in Abhängigkeit des Geschlechts Betroffener im Rahmen einer naturalistischen Multicenterstudie erfolgen.

Zielgruppe:
Patienten die sich in der stationären Behandlung befinden und die Diagnose einer depressiven Erkrankung/Störung haben im 25. – 45. Lebensjahr.

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
Dr. K. Imbierowicz, ltd. OÄ der  der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der
Universitätsklinik Bonn

Projektleitung Düsseldorf:
Prof. Dr. M. Franz, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Düsseldorf

Kontakt:
Gabriele Kirschke, Studienkoordinatorin, Study Nurse
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsklinikum Bonn
Gebäude 80
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn
Gabriele.Kirschke@ukbonn.de

0228 287 14706 o. 015158 233 599

Drittmittelförderung: Klinikmittel


Titel:
Validierung der deutschen Übersetzung des disease-specific health related quality of life questionnaire (THYCA-QoL) for thyroid cancer survivors

Studiendesign:
Multizentrische, prospektive Beobachtungsstudie (Patienteninterviewerhebung),

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2016 – 2019, 165 Pat- 45 Pat. in Bonn

Fragestellung:
Der krankheitsspezifische, gesundheitsorientierte Fragebogen zur Lebensqualität bei Schilddrüsenkarzinomüberlebenden (Disease-specific health-related quality of life questionnaire for thyroid cancer survivors, THYCA-QoL) ermöglicht es, die Lebensqualität des Patienten einzuschätzen, und kann so langfristig zu einer Verbesserung der Behandlung und einer Steigerung der Lebensqualität des Patienten beitragen.

Projektbeschreibung:
Jedes Jahr erkranken etwa 7000 Menschen in Deutschland an Schilddrüsenkrebs. Mit modernen Therapieverfahren sind einige Arten dieses Tumors gut heilbar. Bisher wissen wir aber nicht viel über die Lebensqualität dieser Patienten im Therapieverlauf und der nachfolgenden Wiedergesundung. In den Niederlanden wurde hierfür ein spezieller Fragebogen entwickelt, der von unserer Arbeitsgruppe (PI: Dr. Vitinius, Köln) ins Deutsche übersetzt wurde und nun an einer Patientengruppe validiert wird.

Zielgruppe:
Patienten die sich in der Behandlung nach OP eines Schildrüsenkarzinom (aktive Rekrutierung geschlossen) befinden.

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
Prof. Dr. F. Geiser, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der
Universitätsklinik Bonn

Projektleitung Köln:
Dr. med. Vitinius, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Köln

Kontakt:
Gabriele Kirschke, Studienkoordinatorin, Study Nurse
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsklinikum Bonn
Gebäude 80
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn
Gabriele.Kirschke@ukbonn.de

0228 287 14706 o. 015158 233 599

Drittmittelförderung: Klinikmittel


Titel:
KommRhein Interpro – Wirksamkeit eines fertigkeitsorientierten interprofessionellen Kommunikationstrainings für Stationseinheiten an Organkrebszentren

Studiendesign:
Multizentrisches, standarisiertes, interprofessionelles, teamorientiertes Kommunikationstraining

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2019 – ca. 2021

Fragestellung:
In wieweit kann ein Kommunikationstraining, bei dem Ärzte und Pflege in kommunikativer Kompetenz auf onkologischen Stationen trainiert wurden, die krebsbezogenen Angst und den Unterstützungsbedarf der Patienten reduzieren und das Vertrauen in die Behandlung erhöhen.

Projektbeschreibung:
In der Onkologie sind kommunikative Kompetenz der Behandler ein wichtiger Qualitätsindikator der Behandlung. Das Projekt ist ein Verbund von fünf Standorten in NRW (Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster) und hat zum Ziel, die Wirksamkeit eines teamorientierten, interprofessionellen Kommunikationstrainings in onkologischen Zentren zu evaluieren, bei dem alle Ärzte und in der Pflege Tätigen einer onkologischen Stationseinheit gemeinsam trainiert werden. Die manualisierte Kurzversion umfasst insgesamt zehn Stunden und ist an die normalen Arbeitsprozesse des Stationsalltags angepasst. Primäre Zielvariable ist die krebsbezogene Angst der onkologischen Patienten, die auf den Stationen behandelt wurden. Die Annahme ist, dass Patienten, die auf onkologischen Stationen behandelt wurden, in denen Ärzte und Pflege in kommunikativer Kompetenz trainiert sind, im Behandlungsverlauf weniger krebsbezogene Angst, mehr Vertrauen in die Behandlung und weniger Unterstützungsbedarf haben.

Zielgruppe:
Pro Standort: 6 onkologische Stationen, 20 Ärzte, 40 Pflegende und ca. 300 Patienten

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
Prof. Dr. F. Geiser, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der
Universitätsklinik Bonn

Projektleitung Düsseldorf:
MME Dr. A. Karger, Klinisches Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Düsseldorf

Kontakt:
N.N.

Drittmittelförderung: Deutsche Krebshilfe


Titel:
„SomaCare“ – Entwicklung und Evaluation einer intelligenten Anti-Dekubitus Matte zur Förderung von Eigenbewegungen auf Basis der basalen Stimulation

Studiendesign:
Studie zur Entwicklung einer medizintechnischen Innovation

Projektstart und voraussichtliches Ende: 2019 – 2021

Fragestellung:
Der Einsatz und die Integration der Anti-Dekubitus Matte im Klinik- und Pflegealltag soll hinsichtlich seiner Praktikabilität, Effektivität und Akzeptanz bei den Patienten und dem Pflegepersonal bewertet und evaluiert werden.  

Projektbeschreibung:
Im Projekt „SomaCare“ wird in Kooperation mit der Metallbau Hausmann GmbH und der Technischen Hochschule Köln eine Anti-Dekubitus Matte entwickelt, die durch eine Auswahl passender Sensoren unterschiedliche Risikofaktoren, darunter die Druckverteilung, Temperatur und Feuchtigkeit, der Dekubitusentwicklung erfasst. Anhand eines Monitorings- und Analysesystems werden die Daten kontinuierlich erfasst. Bei einem erhöhten Risiko reagiert die Matte automatisch mit einem stimulierenden Mechanismus auf die gefährdete Stelle, die die Eigenbewegung der betroffenen Person anregen soll

Zielgruppe:
Die Anti-Dekubitus Matte wird zunächst an mobilitätseingeschränkte und bettlägerige Patienten eingesetzt, die, aufgrund ihrer Ausgangssituation, einem höheren Risiko einer Dekubitusentwicklung ausgesetzt sind und zuvor noch keine Dekubiti entwickelt haben.

Verantwortlicher und Ansprechpartner:
Projektleitung Bonn:
PD Dr. Rupert Conrad, MBA Oberarzt und Forschungsleiter der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Bonn

Kontakt:
Man Long Chung, M.Sc. Psychologie
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsklinik Bonn
Gebäude 80
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn
Man_Long.Chung@ukbonn.de  
0228 287 31372

Drittmittelförderung: Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)