Behandlung von Patienten mit Angststörungen auf Station Balint

Bei der Bulimia nervosa sind die Essanfälle und in der Folge gewichtsregulierendes Verhalten wie Erbrechen, Einnahme von Abführmitteln oder auch Sport die Zielsymptome der Psychotherapie.

Patientinnen mit einer Bulimie lernen auf unserer Station durch das Führen von Essprotokollen welche Auslöser es für Essattacken gibt und  wie Essverhalten und Gefühle zusammen hängen.  Durch das Erarbeiten neuer Strategien bei Symptomdruck wird die Kontrolle über das Essverhalten erhöht.

In der Kochgruppe werden eine ausreichende Portionsgröße und eine ausgewogene Zusammensetzung der Mahlzeiten erprobt.

Die regelmäßige Mahlzeitenstruktur führt darüber hinaus zu einer allgemeinen Stabilisierung  des Essverhaltens. 

Gewichtsverträge werden nur bei Symptomverlagerungen hin zu einem stark kontrollierten Essverhalten oder bei einer schnellen Gewichtsabnahme vor der stationären Aufnahme eingesetzt.

Darüber hinaus nehmen Patientinnen mit Bulimie am kompletten Basisprogramm der stationären Psychotherapie (tiefenpsychologische Gruppentherapie, Körpertherapie, Gestaltungstherapie, Interaktionsgruppe, Entspannungstherapie) teil, um die individuelle Entstehungsgeschichte ihrer Erkrankung aufarbeiten zu können.

Je nach Schwere der Erkrankung und Anzahl der Begleiterkrankungen (z.B. Depressionen, Persönlichkeitsstörungen)  ist in der Regel ein mindestens  achtwöchiger Aufenthalt sinnvoll.